In einer Wohnreihe mit vier aneinandergebauten Mehrfamilienhäusern à ca. zehn Wohnungen befindet sich im 2.UG über die ganze Länge eine Autoeinstellhalle. Die Bauherrschaft möchte wegen Einbruchsgefahr den Zugang durch die Einstellhalle abschliessen. Ist dies zulässig oder muss jedes Haus als Fluchtwegtüre funktionieren?

Die Hauserschliessungen müssen nicht zwingend als Fluchtwege aus der Einstellhalle dienen.

Aufgrund der Gefahr von Einbrüchen ist es sinnvoll, die Fluchtwege von einer Einstellhalle direkt ins Freie zu führen, z. B. via Einfahrtsrampe oder Aussentreppen. Bei bestehenden Bauten ist dies nicht immer umsetzbar.

Wir empfehlen in diesem Fall, ein Brandschutzkonzept zu erstellen oder das bestehende zu überarbeiten.

Die Fluchtwege müssen so definiert werden, dass die maximale Distanz zu einem Ausgang nicht mehr als 35m beträgt. Die Notausgänge sind zu kennzeichnen (sicherheitsbeleuchtet) und so auszurüsten, dass sie jederzeit geöffnet werden können. Um die Sicherheit zu gewährleisten, können die Ausgänge mit einer elektrisch gesteuerten Absicherung (Freigabe mit Handtaster, Alarmauslösung) nach DIN EN 13637 ausgerüstet werden.

Die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes muss in Rücksprache mit der zuständigen Fachstelle Brandschutz erfolgen.

Weitere Informationen zur Auslegung von Fluchtwegen und deren Beleuchtung finden Sie auf der Infoplattform Brandschutz Heureka im Fachthema Flucht- und Rettungswege.

 

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