Wir planen im Untergeschoss eine Einstellhalle für Motorfahrzeuge (< 600 m2). Welche Anforderungen bestehen an die Wärmedämmung? Wo ist das in den Vorschriften zu finden?

Objekt: Büro und Gewerbe, 11 m bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

An einen Einstellraum in einem Gebäude gelten grundsätzlich dieselben Anforderungen wie an die anderen Räume im Gebäude.

In einem Mehrfamilienhaus steht eine Ölheizung in einem Heizraum. Der Raum wurde jedoch nicht in EI 30 ausgeführt. Die aktuelle Brandschutzrichtlinie fordert eine Türe EI 30. Muss diese nachgerüstet werden oder gilt hier die Besitzstandgarantie?

Grundsätzlich gilt hier die Besitzstandwahrung. Diese bezieht sich darauf, dass der Heizraum auch nach früherem Recht stets als Brandabschnitt ausgebildet werden musste.

Darf der Brandschutzabstand zwischen zwei Gebäuden mittlerer Höhe auf 5 m reduziert werden, wenn nur eine Wand einen Feuerwiderstand von 30 Minuten aufweist?

Objekt: Lager, 11 m bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Wenn bei beiden Fassaden die äusserste Schicht zur Brandverhaltensgruppe RF1 gehört, reichen 5 m aus. Falls dies nicht der Fall ist, gelten die Ersatzmassnahmen unter Kapitel 2.4 der Brandschutzrichtlinie 15-15 Brandschutzabstände Tragwerke Brandabschnitte, im Speziellen die Variante F. 

Bei einer Einstellhalle mit 10 Parkplätzen, die 1961 gebaut wurde, wird das Garagentor ersetzt. Muss die Halle jetzt entsprechend den neuen Vorschriften angepasst werden, z.B. mit einer Lüftung und Fluchtwegbeschilderung versehen werden?

Ob die Halle dem aktuellen Stand der Technik angepasst werden muss, hängt nicht nur vom Brandschutz, sondern auch von der kantonalen Gesetzgebung ab. Ihre Frage können wir deshalb nicht abschliessend beantworten.

Aus Sicht des Brandschutzes können wir Ihnen folgende Hinweise geben:

Bei uns im Altersheim führt ein Fluchtweg durch ein Büro zur Nottreppe. Dieses Büro soll zu einem Zimmer für Bewohner umgestaltet werden. Ist das erlaubt, wenn der Fluchtweg durch das Zimmer führt?

Objekt: Altersheim, im Kanton Bern

Ihre Beschreibung lässt darauf schliessen, dass die bisherige Fluchtwegsituation keine Standardlösung ist, sondern objektbezogen bewilligt wurde. Auf dieser Plattform können wir ohne Objektkenntnisse keine fundierte Aussage machen.

Wir projektieren eine Stahlbrücke (Länge 120 m, Höhe 12–17 m) als Besucherplattform in einem Park. Auf der Brücke befinden sich Wasserexponate. Ein Lift und zwei Treppen führen auf die Brücke. Muss für die Brücke ein Blitzschutz vorgesehen werden?

Objekt Besucherbrücke, ausserhalb des Kantons Bern

Eine abschliessende Antwort können wir Ihnen leider nicht geben. Dazu müssten wir die Pläne im Detail kennen. Bitte klären Sie die Situation mit der zuständigen Brandschutzbehörde in Ihrem Kanton.

Allgemein gilt:

Wie ist die Formulierung «Lichtdurchlässige Elemente aus brennbaren Baustoffen sind flächenmässig beschränkt zu verwenden» zu interpretieren? Die Frage bezieht sich auf Aussenwandbekleidungssysteme.

Nutzung: Lager, Gebäudehöhe: 11 m bis 30 m hoch, Standort: ausserhalb des Kantons Bern

In den Brandschutzvorschriften gibt es keinen Bezug zwischen Aussenwandbekleidungen, brennbaren lichtdurchlässigen Elementen und einer flächenmässigen Beschränkung.

Genügt ein Aussenwandbekleidungssystem nach Ziffer 3.2.8 oder müssen für hinterlüftete Fassaden weitere Vorgaben berücksichtigt werden, z.B. VKF-anerkannte oder gleichwertige Konstruktion (Lignum), Anschlüsse an angrenzende Bauteile (brandabschnittsbildende Wände und Decken, Ziffer 3.3.3)?

Nutzung: Beherbergungsbetrieb a), Gebäudehöhe: 11 m bis 30 m hoch, Standort: im Kanton Bern

Unabhängig von der Tabelle unter Ziffer 3.2.8 in der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen» sind die zuvor aufgeführten übergeordneten Schutzziele einzuhalten. Diese sind für Gebäude mittlerer Höhe in der Brandschutzrichtlinie 14-15 unter der Ziffer 3.1.1, Absatz 1 und 2, aufgeführt:

Gelten eine Treppe und eine Halle als ein Raum bei der Auslegung der Fluchtwege?

Die Situation: In einem Industrie- und Gewerbebau liegt in einer Halle ein zweistöckiger abgetrennter Teilbereich (eine Nutzungseinheit). Im oberen Geschoss des Einbaus ist ein Aufenthaltsraum vorhanden, der über eine offene Treppe in der grossen Halle erschlossen ist (vergleichbar mit einer geschlossenen Galerie). Gemäss Brandschutzrichtlinien darf man über einen weiteren Raum flüchten, gleichzeitig ist aber ein Raum gemäss Definition auf eine Ebene begrenzt. Gilt nun die Treppe in der grossen Halle als weiterer Raum oder kann die Treppe dem Raum «Halle» zugeordnet werden? Oder anders gefragt: Flüchten die Personen hier über zwei Räume, zuerst über die Treppe und dann über die Halle?

Objekt: Industrie- und Gewerbebau, max. 2 Stockwerke, ausserhalb des Kantons Bern

In einem Dreifamilienhaus ist jede Wohnung als eigener Brandabschnitt erstellt. Muss das Treppenhaus auch einen eigenen Brandabschnitt bilden?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

In Mehrfamilienhäusern (unabhängig von der Anzahl Wohnungen) muss jede Wohnung als eigener Brandabschnitt erstellt sein.