Ein offenes Treppenhaus verbindet UG, EG und OG. Es dient lediglich dem Kellerzugang. Nun wird es mit Trockenwänden in ein geschlossenes Treppenhaus umgestaltet. Welche Brandschutzanforderungen müssen berücksichtigt werden?

Die neuen Wände bilden einen Brandabschnitt zwischen dem Treppenhaus und den Räumen. Somit gelten die Anforderungen an vertikale Fluchtwege

(siehe Brandschutzrichtlinie 15-15 «Brandschutzabstände Tragwerke Brandabschnitte» Artikel 3.7.1).

Falls sie einen Fluchtweg begrenzen, müssen die neuen Wände zudem den Anforderungen an das Brandverhalten genügen. Im konkreten Fall heisst das: Materialien der Brandverhaltesngruppe RF1, also nicht brennbar (siehe Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen», Artikel 4.2)

Weiter muss geprüft werden, ob die bestehenden Wände und Wohnungseingangstüren den veränderten Anforderungen noch entsprechen. Falls dies nicht der Fall ist, müssen auch diese Bauteile an die neue Situation angepasst werden.

Die Bestimmungen für Rauch- und Wärmeeabzugsanlagen sind ebenfalls zu berücksichtigen (siehe Brandschutzrichtlinie 24-15 «Wärmetechnische Anlagen», Artikel 3.3.1).

 

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