Muss die Schutzbahn unter einer Holzterrasse eine Brandschutzfunktion haben? Wenn ja, welche Widerstandsklassifikation ist nötig und welche Produkte sind anwendbar? Die Terrasse liegt auf einem Flachdach eines Wohngeschosses. Der Raum unter der Terrasse ist eine unbeheizte, offene Garage.

Objekt: Zweifamilienhaus, bis 11 m hoch, im Kanton Bern

An die Schutzbahn unter der Schalung werden als Teil des Gesamtaufbaus Anforderungen gestellt.

Aufbauten von Holzterrassen gelten als Flachdach und müssen einen korrekten Aufbau aufweisen. Dabei geht es um den Schutz von oben, wenn zum Beispiel am Silvester eine Rakete auf das Dach fällt. Die möglichen Aufbauten finden Sie auf der Infoplattform für Brandschutz «Heureka», unter Ihrer Nutzung und Gebäudegrösse im Thema «Baustoffe und Bauteile» im Abschnitt «Steil- und Flachdächer» und in der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen» im Artikel 3.3.2 «Anforderungen an das Brandverhalten von Bedachungen».

Zusätzlich gilt Artikel 3.3.1, Absatz 5, der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen»: Nicht vollflächig geschlossene Terrassenböden usw., welche auf einer brennbaren obersten Schicht (Deckung) aufliegen, sind von dieser mit einer durchgehenden Schicht aus Baustoffen der RF1 zu trennen. Brennbare Terrassenböden müssen allfällige Flächenbegrenzungen gemäss Ziffer 3.3.2 einhalten.

Als durchgehende Schicht RF1 kann z.B. eine Splitschicht von 30 mm oder eine spezielle nicht brennbare Folie verwendet werden. Informationen dazu gibt auch die FAQ 14-026 der VKF.

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