Wann dürfen Heizanlagen in anderweitig genutzten Räumen, z.B. in Fitness- oder Lagerräumen, aufgestellt werden?

Beitrag der Fachstelle Brandschutz der GVB

Mit den neuen Brandschutzvorschriften BSV 2015 dürfen Heizanlagen in Wohnhäusern oder in Gebäuden mit geringen Abmessungen grundsätzlich auch in anderweitig genutzten Räumen aufgestellt werden.

Es gibt wenige Ausnahmen, z.B. Wärmepumpen mit brennbarem Kältemittel. Diese müssen in jedem Fall in einen separaten Heizraum installiert sein.

In Aufstellräumen von Heizanlagen darf ein Tagesvorrat an Brennstoffen gelagert werden. Der Brennstoffvorrat muss vom Feuerungsaggregat entweder abgeschirmt oder mit genügendem Abstand zu diesem gelagert werden, damit keine Brandgefahr besteht.

Zudem muss das Brandrisiko im Raum gering sein. Weitere wichtige Punkte sind:

  • Im Raum dürfen sich keine gefährlichen Stoffe befinden (z.B. Alkohol oder Benzin). Informationen zur Lagerung und zum Umgang mit gefährlichen Stoffen finden Sie auf der Infoplattform Brandschutz Heureka.
  • Das im Raum vorhandene Material darf höchstens die Brandverhaltensklasse RF4 besitzen. Wenn leicht brennbare Materialien wie Papier, Karton oder Holzwolle z.B. zum Anfeuern in geringen Mengen gelagert werden, muss dies in verschlossenen, nicht brennbaren Behältern erfolgen.
  • Ein Aufstellungsverbot von Heizanlagen gilt für Räume, deren mobile und immobile Brandbelastung eine Energiedichte von 1000 MJ/m2 übersteigt (Beispiele: ca. 60 kg Holz, Papier oder Karton).
  • Nicht zulässig ist die Aufstellung in anderen Räumen in einem Beherbergungsbetrieb. Ausnahmen (z. B. Kachelöfen oder Cheminées) können von der Brandschutzbehörde bewilligt werden.
  • Die Aufstellung wärmetechnischer Anlagen in Fluchtwegen ist immer verboten.

Die Beiträge auf dem Forum Brandschutz verschaffen Ihnen einen ersten Überblick. Rechtlich verbindliche Informationen zum obigen Thema finden Sie zum Beispiel in der 1-15 Brandschutznorm und in der Brandschutzrichtlinie 24-15 «Wärmetechnische Anlagen» der VKF.