Bei uns im Altersheim führt ein Fluchtweg durch ein Büro zur Nottreppe. Dieses Büro soll zu einem Zimmer für Bewohner umgestaltet werden. Ist das erlaubt, wenn der Fluchtweg durch das Zimmer führt?

Objekt: Altersheim, im Kanton Bern

Ihre Beschreibung lässt darauf schliessen, dass die bisherige Fluchtwegsituation keine Standardlösung ist, sondern objektbezogen bewilligt wurde. Auf dieser Plattform können wir ohne Objektkenntnisse keine fundierte Aussage machen.

Wir projektieren eine Stahlbrücke (Länge 120 m, Höhe 12–17 m) als Besucherplattform in einem Park. Auf der Brücke befinden sich Wasserexponate. Ein Lift und zwei Treppen führen auf die Brücke. Muss für die Brücke ein Blitzschutz vorgesehen werden?

Objekt Besucherbrücke, ausserhalb des Kantons Bern

Eine abschliessende Antwort können wir Ihnen leider nicht geben. Dazu müssten wir die Pläne im Detail kennen. Bitte klären Sie die Situation mit der zuständigen Brandschutzbehörde in Ihrem Kanton.

Allgemein gilt:

Wie ist die Formulierung «Lichtdurchlässige Elemente aus brennbaren Baustoffen sind flächenmässig beschränkt zu verwenden» zu interpretieren? Die Frage bezieht sich auf Aussenwandbekleidungssysteme.

Nutzung: Lager, Gebäudehöhe: 11 m bis 30 m hoch, Standort: ausserhalb des Kantons Bern

In den Brandschutzvorschriften gibt es keinen Bezug zwischen Aussenwandbekleidungen, brennbaren lichtdurchlässigen Elementen und einer flächenmässigen Beschränkung.

Genügt ein Aussenwandbekleidungssystem nach Ziffer 3.2.8 oder müssen für hinterlüftete Fassaden weitere Vorgaben berücksichtigt werden, z.B. VKF-anerkannte oder gleichwertige Konstruktion (Lignum), Anschlüsse an angrenzende Bauteile (brandabschnittsbildende Wände und Decken, Ziffer 3.3.3)?

Nutzung: Beherbergungsbetrieb a), Gebäudehöhe: 11 m bis 30 m hoch, Standort: im Kanton Bern

Unabhängig von der Tabelle unter Ziffer 3.2.8 in der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen» sind die zuvor aufgeführten übergeordneten Schutzziele einzuhalten. Diese sind für Gebäude mittlerer Höhe in der Brandschutzrichtlinie 14-15 unter der Ziffer 3.1.1, Absatz 1 und 2, aufgeführt:

Gelten eine Treppe und eine Halle als ein Raum bei der Auslegung der Fluchtwege?

Die Situation: In einem Industrie- und Gewerbebau liegt in einer Halle ein zweistöckiger abgetrennter Teilbereich (eine Nutzungseinheit). Im oberen Geschoss des Einbaus ist ein Aufenthaltsraum vorhanden, der über eine offene Treppe in der grossen Halle erschlossen ist (vergleichbar mit einer geschlossenen Galerie). Gemäss Brandschutzrichtlinien darf man über einen weiteren Raum flüchten, gleichzeitig ist aber ein Raum gemäss Definition auf eine Ebene begrenzt. Gilt nun die Treppe in der grossen Halle als weiterer Raum oder kann die Treppe dem Raum «Halle» zugeordnet werden? Oder anders gefragt: Flüchten die Personen hier über zwei Räume, zuerst über die Treppe und dann über die Halle?

Objekt: Industrie- und Gewerbebau, max. 2 Stockwerke, ausserhalb des Kantons Bern

In einem Dreifamilienhaus ist jede Wohnung als eigener Brandabschnitt erstellt. Muss das Treppenhaus auch einen eigenen Brandabschnitt bilden?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

In Mehrfamilienhäusern (unabhängig von der Anzahl Wohnungen) muss jede Wohnung als eigener Brandabschnitt erstellt sein.

In meinem Mehrfamilienhaus möchte ich im Dach keinen Rauch- und Wärmeabzug machen. Gemäss Brandschutzvorschriften besteht die Möglichkeit, in jedem Geschoss ein Fenster mit einer Öffnungsfläche von 0,3 m2 in die Fassade einzubauen. Die Brandschutzrichtlinie sagt aber nichts über die Lage der Fenster aus. Muss das Fenster im obersten Geschoss ganz oben sein?

Objekt: Wohnen, 11 m bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Sie interpretieren die Brandschutzrichtlinie korrekt. In jedem Geschoss muss ein Fenster mit einer Öffnungsfläche von 0,3m2 vorhanden sein. Mit «Geschoss» ist in diesem Fall jedes Treppenpodest gemeint, auch solche in einem Zwischengeschoss. Über die Lage der Fenster macht die Brandschutzrichtlinie 24-15 «Wärmetechnische Anlagen» keine Angaben.

Neues Brandschutzmerkblatt zu Wohneinheiten in Beherbergungsbetrieben

In Spitälern, Kliniken oder Heimen (Beherbergungsbetrieben [a]) dürfen Zimmer zu einer Wohneinheit zusammengefasst werden, wenn die Fluchtwege über eine gemeinsam genutzte Vorzone führen und wenn die Fluchtweglänge bis in einen horizontalen oder vertikalen Fluchtweg maximal 20 m beträgt.

In meinem Töpferatelier habe ich keinen Platz für Tonklötze. Darf ich diese in der Tiefgarage lagern?

Massgebend ist die Grundfläche die Tiefgarage. Ist sie grösser als 600 m2, fällt sie aus Sicht des Brandschutzes in die Kategorie Parking. In einem privaten Parking dürfen grundsätzlich nur Gegenstände wie ein Satz Pneu, Kleinmaterial für Betrieb und Pflege der Fahrzeuge, Dachboxen oder Fahrräder gelagert werden.