Sind Feuerlöscher von ausländischen Herstellern für den privaten Haushalt empfehlenswert? Bei meinem wird vom Hersteller ein Wartungsintervall von 10 Jahren angegeben.

Grundsätzlich spricht nichts gegen ein ausländisches Produkt. Es wird jedoch empfohlen, dass der Feuerlöscher mindestens eine europäische Prüfkennzeichnung aufweist, zugelassen ist und für die entsprechende Brandklasse geeignet ist.

In einem Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1900 sollen die Eingangstüre und eine Wohnungstüre ersetzt werden. Es handelt sich um ein Gebäude aus Stein mit einem Treppenhaus aus Holz. Die heutigen Brandschutzanforderungen sind kaum erfüllt. Darf ich die Türen ersetzen, ohne weitere Brandschutzmassnahmen umzusetzen?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, im Kanton Bern

Eventuell müssen Sie für den Ersatz der Hauseingangstüre ein Baugesuch einreichen, insbesondere wenn das Erscheinungsbild des Hauses verändert wird. Dies müssen Sie mit Ihrer Gemeinde klären.

Wir planen einen Umbau in einem Altbau aus dem 18. Jahrhundert. Aus einem grossen Einfamilienhaus sollten 3 bis 4 Wohnnutzungen entstehen. Das Gebäude ist ein nahezu reiner Holzbau mit offenem Treppenkern. Beim Umbau würde dieser verkleidet, die Treppe ist jedoch auch aus Holz, Stufen Eiche und Holme Fichte. Müssen besondere Brandabschnitte ausgebildet werden?

Nutzung: Wohnen, Gebäudehöhe: 11 bis 30 m hoch

In einem Mehrfamilienhaus müssen folgende Brandabschnitte gebildet werden:

  • jede Wohnung
  • alle vertikalen Fluchtwege (Treppenhäuser)
  • falls vorhanden horizontale Fluchtwege (Korridore)
  • generell Technikräume wie z.B. Heizräume
  • weitere Nutzungen wie z.B. Kellerräume

Das Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus wird als vertikaler Fluchtweg benutzt und verbindet ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss und ein Obergeschoss. Gemäss Brandschutzrichtlinie 16-15, Artikel 3.2.2, al. 2, kann bei Wohnbauten die Treppenbreite von geradläufigen Treppen auf 0,90 m reduziert werden, sofern das Treppenhaus maximal ein Ober- und ein Untergeschoss erschliesst. Ist das richtig?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Die Treppenbreite darf auf 0,90 m reduziert werden, wenn der Fluchtweg nur über ein Geschoss führt. Wenn der Ausgang vom vertikalen Treppenhaus im Erdgeschoss direkt ins Freie führt, ist dies gegeben. Der Fluchtweg führt dann entweder vom Obergeschoss ins Erdgeschoss oder vom Untergeschoss ins Erdgeschoss – die Treppenbreite darf reduziert werden.

Welche Anforderungen gelten an die Brandabschnittsbildung beim vertikalen Fluchtweg, wenn im Untergeschoss REI 60/RF1 und ab Erdgeschoss REI 30/RF1 gefordert ist? Können im vertikalen Fluchtweg unterschiedliche Anforderungen vorhanden sein oder muss auf die höchste Anforderung erhöht werden? Die gleichen Fragen ergeben sich bei Installations- und Liftschächten, die vom Untergeschoss ins Obergeschoss führen.

Es gibt keine Vorgabe in den Brandschutzvorschriften, dass vertikale Brandabschnitte auf der gesamten Gebäudehöhe den gleichen Feuerwiderstand aufweisen müssen.

Bei einer Tiefgarage unter 600 m2 sind von einem Studio-Eigentümer zwei Scooter gelagert ohne Polizeinummer. Die Scooter sind nicht fahrbar. Zur Entsorgung. Die Verwaltung macht gegen diese Lagerung nichts. Darf der Studio-Eigentümer diese Scooter lagern seit 4 Jahren?

Aus Sicht des Brandschutzes ist die Lagerung der Scooter in der Tiefgarage erlaubt. Informationen dazu finden Sie auf der Informationsplattform für Brandschutz «Heureka» unter der Nutzung «Einstellräume und Parkings».