An das Treppenhaus im Erdgeschoss ist ein Kinderwagenraum angeschlossen. Der Raum bildet einen eigenen Brandabschnitt mit einer Brandschutztüre. Zur Lüftung wird der Raum an die Abluft des Untergeschosses gehängt. Die Frischluft soll über den Türschlitz am Boden des Türblattes vom Treppenhaus nachströmen. Ist das erlaubt?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Ein Spalt zwischen Türe und Türschwelle von höchstens 10 mm am Boden ist bei einer einfachen Brandschutztüre EI 30 erlaubt.

Lüftungsflügel im Treppenhaus: Was gilt bei einem separaten Aufgang?

Die Situation: 10 Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus sind auf Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss und ein Dachgeschoss mit einer Attikawohnung verteilt. Das Treppenhaus ist ein vertikaler Fluchtweg. Im 2. Obergeschoss befinden sich zwei Wohnungen, die Attikawohnung hat einen separaten Aufgang. Mit Ausnahme des 2. Obergeschosses verfügt jedes Geschoss über einen Lüftungsflügel (mindestens 0,3 m2), der von Hand geöffnet werden kann. Der Lüftungsflügel im 2. Obergeschoss liegt im separaten Aufgang zur Attikawohnung und ist damit vom Treppenhaus (vertikaler Fluchtweg) aus nicht zugänglich.

Gelten die möglichen Maximalgrössen für lüftungstechnisch zusammengefasste Brandabschnitte nur pro Geschoss oder dürfen sie mehrere Geschosse umfassen?

Lüftungstechnisch zusammengefasste Brandabschnitte (auch: Lüftungsabschnitte) dürfen bis zu den maximalen Flächen (1200 m2 bei Bürogebäuden, 600 m2 bei Wohngebäuden und Beherbergungsbetrieben) mehrere Geschosse umfassen.

Darf man in eine Türe (keine Brandschutztüre), die in eine Einstellhalle mit 25 Abstellplätzen führt, ein Lüftungsgitter einbauen?

Wenn keine Brandschutztüre erforderlich ist, gibt es aus brandschutztechnischer Sicht keine Einschränkungen für den Einsatz von Lüftungsanlagen. Das heisst, Sie dürfen ein Lüftungsgitter in die Türe einbauen.