Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus. Jeweils 4 Wohnungen liegen an einem Laubengang. Wie breit muss hier der Fluchtweg aus jeder Wohnung sein, um den Auflagen des Brandschutzes zu genügen? Und dürfen private Gegenstände in den Nischen stehen, wenn sie die vorgeschriebene Breite des Fluchtwegs nicht behindern?

Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, Standort: Obwalden

Die Fluchtwegbreite des Laubengangs und des Treppenhauses (vertikaler Fluchtweg) muss gemäss der Brandschutzrichtlinie 16-15 «Flucht- und Rettungswege» mindestens 1,20 m betragen.

Ich wohne in einer Mietwohnung in einem Haus mit 9 Wohnungen. Die Hauseingangstür wird regelmässig abgeschlossen und ist nur mit einem Schlüssel wieder zu öffnen. Ist dies zulässig bis zur nächsten Renovation oder müsste das Schloss sofort ersetzt werden?

Nutzung: Mehrfamilienhaus mit 9 Wohnungen, Gebäudehöhe: 11 bis 30 m hoch, Standort: Bern

Bei Türen in Fluchtwegen, die abgeschlossen werden, müssen Schliesssysteme nach SN EN 179 oder SN EN 1125 eingesetzt werden. Ausgenommen sind Wohnungseingangstüren und Türen zu Nebenräumen wie Lager-, Technik- oder Kellerräumen.

Ich bin auf ein Seniorenfahrzeug angewiesen, und es sollte für mich leicht erreichbar sein. Darf ich das Fahrzeug im Treppenhaus stehen lassen? Meine Wohnung befindet sich im 9. Stock von gesamthaft 13. Wenn das Fahrzeug im Treppenhaus steht, bleibt eine Durchgangsbreite von 1,70 Metern, da das Treppenhaus grosszügig geplant wurde und der Lift sich in einem zusätzlichen Bereich befindet.

Gemäss Ihrer Beschreibung gehen wir davon aus, dass Sie in einem Hochhaus wohnen und dass es sich bei Ihrem Fahrzeug um ein akkubetriebenes Fortbewegungsmittel handelt.

Reicht es aus, falls die Öffnungen (Fenster, Türen oder Tore) sich manuell öffnen lassen oder müssen sie im Brandfall automatisch gesteuert sein?

Für Brandabschnitte mit einer Fläche bis 2400 m2 reicht eine manuelle Öffnung in jedem Fall aus. Bei grösseren Brandabschnittflächen, die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen erfordern, muss die Öffnungsart anhand des Brandschutzkonzepts definiert werden.

Darf in einer Tiefgarage der Fluchtweg über einen offenen Veloraum führen? Und ist die Anzahl der Richtungsänderungen in horizontalen Fluchtwegen beschränkt?

Diese Frage muss anhand der örtlichen Gegebenheiten abschliessend beurteilt werden. Grundsätzlich ist der Fluchtweg über einen offen verbundenen Veloabstellraum möglich, soweit der Durchgang jederzeit gewährleistet ist.

Bei einer Alterswohnsiedlung (bis 11 m hoch) führen die Fluchtwege über einen offenen Laubengang zu einem vertikalen Fluchtweg. Muss die Gesamtlänge 35 m betragen? Von wo bis wo wird gemessen? Wohnungstüre bis Anfang Treppe? Und wie ist es bei einer Gebäudehöhe über 11 m?

Bei Laubengängen werden die Fluchtweglängen gleich wie bei anderen horizontalen Fluchtwegen gemessen:

Ein Gebäude von 1929 wird kernsaniert. Das Treppenhaus soll architektonisch bestehen bleiben. Die Eingangstüren der obersten beiden Wohnungen stehen im 90-Grad-Winkel zueinander. Ist diese Positionierung nach wie vor zulässig oder behindert das die Fluchtwege?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, Basel-Stadt

Wie sich Türen in einem solchen Fall gegenseitig beeinflussen, ist in der Regel nicht entscheidend.

Kann im UG ein Sanitärwasseraufbereitungsraum über einen Badwasseraufbereitungsraum entfluchtet werden?

Nutzung: Schwimmhalle, Gebäudehöhe: 11 bis 30 m hoch

Soweit die Räume einer Nutzungseinheit zugeordnet werden können und der Fluchtweg über maximal einen zusätzlichen Raum führt, ist diese Lösung denkbar.