Wird bei hinterlüfteten Fassaden nach jedem Geschoss ein horizontaler Brandabschluss benötigt?

Gemäss der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen» gilt: Wenn die Aussenwandbekleidungen und/oder die Dämmstoffe im Hinterlüftungsbereich aus brennbaren Materialien bestehen, müssen hinterlüftete Fassaden mit einer von der VKF anerkannten oder gleichwertigen Konstruktion ausgeführt werden.

Was muss beachtet werden, wenn in einem Restaurant ein Holzkohlegrill und ein Holzpizzaofen eingebaut werden? Gibt es spezielle Anforderungen an die Lüftung oder an Feuerlöscher?

Objekt: Restaurant, bis 11 m hoch, Schwyz

Die Brandschutzmassnahmen müssen gemeinsam mit dem QS-Verantwortlichen Brandschutz geplant werden. Informationen zur Projektorganisation und zu den Aufgaben des QS-Verantwortlichen finden Sie auf der Informationsplattform für Brandschutz «Heureka» unter der Nutzung «Restaurant, Gastgewerbe» unter «Qualitätssicherung».

Ein Gebäude von 1929 wird kernsaniert. Das Treppenhaus soll architektonisch bestehen bleiben. Die Eingangstüren der obersten beiden Wohnungen stehen im 90-Grad-Winkel zueinander. Ist diese Positionierung nach wie vor zulässig oder behindert das die Fluchtwege?

Objekt: Mehrfamilienhaus, bis 11 m hoch, Basel-Stadt

Wie sich Türen in einem solchen Fall gegenseitig beeinflussen, ist in der Regel nicht entscheidend.

Ich bin noch unschlüssig, wie ich die Terrasse meines Eigenheims gestalten möchte. Sind Fliesen brandschutztechnisch unproblematisch?

Eine einzelne Schicht eines Bauteils kann nicht abschliessend als ausreichende Brandschutzmassnahme beurteilt werden. Objektbezogene Umgebungseinflüsse müssen in die Beurteilung einfliessen.

Kann im UG ein Sanitärwasseraufbereitungsraum über einen Badwasseraufbereitungsraum entfluchtet werden?

Nutzung: Schwimmhalle, Gebäudehöhe: 11 bis 30 m hoch

Soweit die Räume einer Nutzungseinheit zugeordnet werden können und der Fluchtweg über maximal einen zusätzlichen Raum führt, ist diese Lösung denkbar.

In einem Gebäude mittlerer Höhe verlaufen in einem Raum im UG (nicht Fluchtweg) drei parallele Abwasserrohre aus PE von der Grösse 75 mm, 125 mm und 63 mm. Die Rohre sind einbetoniert. Der Abstand der Rohre beträgt je ca. 10 cm. Gelten diese Rohre nun als einzeln geführte Rohre? Gemäss Richtlinie 15-15, Ziffer 3.5.4, Absatz e) muss beim vorliegenden Fall nur beim 125-mm-Rohr eine Brandschutzmanschette angebracht werden. Dies erscheint aber unsinnig, da in einem Brandfall die kleineren Rohre von 75 und 63 mm innert Minuten schmelzen und sich somit das Feuer ungehindert in den oberen Raum ausbreiten kann.

Nutzung: Büro oder MFH, Gebäudehöhe: 11 bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Ihre Interpretation ist grundsätzlich richtig. Betrachtet man die Rohre als Einzelrohre, müsste nur beim Rohr mit Durchmesser 125 mm eine Schottungsmassnahme getroffen werden.

Das Kompaktfassadensystem Polystyrol wird auf der ganzen Länge horizontal mit einem 2 mm dicken Bauteil aus eloxiertem Aluminium getrennt. Ist dies ein Brandriegel?

Nein, gemäss der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen», Ziffer 3.2.2, müssen Wärmedämm-Verbundsysteme von Gebäuden mittlerer Höhe, deren Dämmstoffe aus brennbaren Materialien bestehen, mit einer von der VKF anerkannten oder gleichwertigen Konstruktion ausgeführt werden oder in jedem Geschoss einen umlaufenden Brandriegel aufweisen. Der Brandriegel muss aus Baustoffen der Kategorie RF1 (Schmelztemperatur ≥ 1000 °C) bestehen und mindestens 0,2 m hoch sein.

Wir planen eine unterirdische Einstellhalle mit 402 m2 Grösse. Die Belüftung der Einstellhalle erfolgt über eine mechanische Lüftungsanlage übers Dach. Gemäss www.heureka.ch wird bei Einstellhallen mit Flächen unter 600 m2 keine Entrauchungsanlage gefordert. Bei grösseren Einstellhalle (über 600 m2) sind 8 LW/h erforderlich. Wie berechnet man die erforderliche Entrauchungsöffnungsgrösse bei einer Einstellhalle von z.B. 601 m2 Bodenfläche?

Wie Sie richtig schreiben, ist bei Einstellhallen mit einer Fläche bis zu 600 m2 keine Entrauchung verlangt. Die Feuerwehr braucht jedoch Öffnungen für die Entrauchung bei einem Ereignis. Wir empfehlen Ihnen, dies mit der Ortsfeuerwehr oder Ortsfeuerpolizei abzuklären.

Im Heizungskeller ist ein Näh- und Malatelier mit einem neuen Boden (Vinyl/Laminat/Linoleum), Holzregalen und einem Tisch geplant. Im Raum befindet sich der Boiler und die Ölheizung, der Öltank ist in einem separat abgeschlossenen Raum. Was darf im Raum abgestellt und was muss beachtet werden?

Objekt: Wohnhaus, max. 2 Stockwerke, Kanton Zug

Sie dürfen den Heizraum grundsätzlich als Näh- und Malatelier brauchen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten: