Umbau eines dreistöckigen Hauses aus dem Jahr 1618: Wie realisiere ich die Brandmauer zum angebauten Gebäude des Nachbarn?

Ich plane im Dachgeschoss zwei Mietwohnungen und im 2. Obergeschoss drei Mietwohnungen. Seitlich hat das Haus eine gemeinsame Wand mit der Liegenschaft des Nachbarn. Die Wände sind jedoch geschossweise versetzt. Eine durchgehende Wand zu bauen, ist kaum möglich.

In unserem Heizungsraum befindet sich ein grosser Ölbrenner. Der Öltank ist in einem separaten Raum installiert. Im Heizungsraum möchten wir eine Wand einziehen, um einen Kellerraum zur Lagerung von Material einzurichten. Welche Anforderungen werden an die Wand und an die Türe gestellt? Wie dick muss die Schicht aus Fermacell sein? Sind weitere Vorgaben zu beachten?

Objekt: Wohnen, 11 m bis 30 m hoch, im Kanton Bern

In Gebäuden mit mehreren Brandabschnitten müssen Feuerungsaggregate wie Ölbrenner in separaten Heizräumen aufgestellt werden. Der geforderte Feuerwiderstand von Wänden und Türen hängt von der Nennwärmeleistung der Heizung ab:

Darf ich die Servicekosten der Feuerlöscher in der Steuererklärung bei den Unterhaltskosten unserer Liegenschaft abziehen?

Objekt: Denkmalgeschütztes Bauernhaus von 1882, 11 m bis 30 m hoch, im Kanton Bern

Ja, das dürfen Sie. Im Kanton Bern können die Revisionskosten für Löschgeräte in der Steuererklärung abgezogen werden. Dies ist im Merkblatt 5 der Steuerbehörde des Kantons Bern unter Ziffer 10 aufgeführt.

Die Gemeinde hat uns die Ausführung von Unterhaltsarbeiten bewilligt. In der Bewilligung wird erwähnt, dass wir die Brandschutzvorschriften einhalten müssen. Was ist darunter zu verstehen?

Objekt: Wohnhaus mit Verkaufslokal im Erdgeschoss, 11 m bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Die aktuellen Schweizer Brandschutzvorschriften stehen auf der Website der VKF (Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen) zur Verfügung.

Wir wohnen in einer Maisonettewohnung im ersten Stockwerk eines Altbaus. In den oberen beiden Stockwerken können wir im Brandfall nicht flüchten, da wir lediglich kleine Dachfenster haben. Haben wir Anrecht auf einen vertikalen Fluchtweg (Feuerleiter etc.)?

Objekt: Mehrfamilienhaus, max. 2 Stockwerke, ausserhalb des Kantons Bern

In den Brandschutzvorschriften sind die Anforderungen an Neubauten beschrieben, für mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser sind vertikale Fluchtwege gefordert.

Darf ein Kinderwagen oder ein Fahrrad in einer Nische neben der Eingangstür im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhaues abgestellt werden? Der Fluchtweg wäre davon nicht behindert und auch der Feuerlöscher in der Nische wäre weiterhin zugänglich, wenn der Kinderwagen auf der anderen Seite der Nische parkiert wird.

Objekt: Mehrfamilienhaus, max. 2 Stockwerke, ausserhalb des Kantons Bern

Das Treppenhaus ist grundsätzlich nicht als Abstellplatz von Fahrzeugen, Gerätschaften, brennbarem Material oder anderen Gegenständen vorgesehen. Zudem muss eine Durchgangsbreite von mindestens 1,20 m stets gewährleistet sein.

Muss zwischen Fluchttreppe und Tür ein gewisses Mass an horizontaler Fläche eingehalten werden? Oder kann die Fluchttreppe direkt an die nach aussen öffnende Tür anstossen? In unserem Fall führt die Tür direkt ins Freie.

Objekt: Schule, max. 2 Stockwerke, im Kanton Bern

Auf diese Frage geben die Brandschutzvorschriften keine explizite Antwort. Es gilt der Grundsatz: Fluchtwege sind so anzulegen, dass sie sicher und rasch begehbar sind (siehe Brandschutzrichtlinie 16-15 «Flucht- und Rettungswege», Ziffer 2.1).

Bei der Entrauchung via LRWA müssen die einzelnen Abströmöffnungen mindestens 0,5 m2 gross sein und eine Mindestöffnungsweite von 0,10 m haben. Wie ist die Mindestöffnungsweite zu verstehen?

Objekt: Einstellhalle, max. 2 Stockwerke, im Kanton Bern

Die Mindestöffnungsweite gibt die Mindestbreite resp. Mindesthöhe der Abströmöffnung an.

Im Keller unseres Ferienhauses befindet sich eine Ölheizung und im gleichen Raum zwei Öltanks zu je 2000 Liter. Beim Einbau der Heizung wurde keine Brandschutztür installiert. Die Aussentüre – eine schöne historische, nicht dichte Holztüre – führt in einen offenen Vorraum mit einem nicht schliessbaren Durchgang ins Freie. Reicht es aus, zwischen der Heizung und den Öltanks eine Brandschutztür einzubauen, oder muss die Türe nach aussen mit einer Brandschutztür ersetzt werden?

Objekt: Ferienhaus, bis 11 m hoch, im Kanton Bern

In Mehrfamilienhäusern müssen Ölheizungen in einem separaten Heizraum mit Feuerwiderstand EI 30 aufgestellt werden. Er muss gegenüber den anderen Räumen mit Brandschutztüren EI 30 abgeschlossen sein. Bei einer Heizleistung von mehr als 70 kW Nennwärmeleistung ist für den Raum und die Türe EI 60 gefordert.