Schaltgerätekombinationen in Fluchtwegen

Eine Schaltgerätekombination (SK) teilt die Energieeinspeisung eines Gebäudes in verschiedene Stromkreise. Sie umfasst die Schaltgeräte und alle Bauteile zum Steuern, Regeln oder Messen des Stroms. Wird eine SK in einem Fluchtweg installiert, gelten besondere Brandschutzanforderungen. Die Hausexperten aus dem Bereich Brandschutz der Gebäudeversicherung Bern haben die Bestimmungen für den Kanton Bern präzisiert.

Bei einem Umbau wollen wir in einem Treppenhaus eine neue Treppe aus Stahl erstellen. Der Brandschutzfachmann verlangt, dass diese Treppe eine Verkleidung EI30 bekommt. Stahl ist jedoch bereits in der Brandverhaltensgruppe RF1. Muss wirklich zusätzlich eine Verkleidung angebracht werden?

Objekt: Einbau von Wohnungen anstelle von Saal und Hotelzimmern, Kanton Bern

Die Anforderung an Treppen- und Podestkonstruktionen ist in der Brandschutzrichtlinie 14-15 «Verwendung von Baustoffen» unter Ziff. 4.2 geregelt.

In unserer Überbauung wurde anstelle eines geplanten Notausstiegs aus der Tiefgarage (separate Treppe) der Notausgang durch unser Haus gelegt. Dies hat zur Folge, dass jedermann aus der Tiefgarage ohne Schlüssel jederzeit in unser Haus gelangt. Gibt es dazu eine Lösung, dass dieser Fluchtweg durch unser Haus nur im Notfall für jedermann offen ist?

Die Lösung ist eine elektrische Absicherung der Aussentüre nach SN EN 13637.

In unserem Haus gibt es 6 Eigentumswohnungen. Die Nachbarn im 2. Stock belegen mit einem Schuhschrank und Dekoration fast ein Drittel der Fläche des Treppenhauses und man hat schon mit zwei normalen Einkaufstaschen Mühe durchzukommen. Kann man aus feuerpolizeilichen Gründen auf ein freies Treppenhaus bestehen?

Objekt: Eigentumswohnungen, 11 m bis 30 m hoch, Kanton Bern

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen in Treppenhäusern

Frage: Vertikale Fluchtwege müssen gemäss Brandschutzrichtlinie 21-15 «Rauch- und Wärmeabzugsanlagen», Ziffer 3.3.1, mit einer direkt ins Freie führenden Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) ausgerüstet sein. Gemäss Absatz 2b kann die Ausströmöffnung auf alle Geschosse (je mindestens 0.3 m2) verteilt werden. Müssen die Ausströmöffnungen von der Eingangsebene aus gesteuert werden können?

In einer Einstellhalle (< 600 m2) im 1. UG hat es zwei Räume ohne Fenster und ohne Abluftanlage, die als Keller genutzt werden. Der Ausgang geht von den Räumen durch die Einstellhalle durch das Garagentor mit einer eingebauten Türe ins Freie. Welche Anforderungen müssen die Abschlusstüren erfüllen? Dürfen Lüftungsgitter in die Türe eingebaut werden?

Ihre Einstellhalle ist kleiner als 600 m2 und gilt damit nicht als Parking.Wenn die Kellerräume und der Einstellraum in der gleichen Nutzung zusammengefasst sind