An die Tiefgarage (< 600 m2) grenzt ein Hauswart-/Veloraum. Die Öffnung des Raums zur Tiefgarage ist 2m breit, und der Fluchtweg zum Ausgang der Tiefgarage ist kürzer als 35m. Darf die Öffnung zwischen Raum und Tiefgarage mit einer Türe geschlossen werden? Welche Anforderungen werden an die Türe gestellt?

Objekt: Wohnhaus, 11 m bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Wenn die gesamte Brandabschnittsfläche (Tiefgarage mit Hauswart-/Veloraum) weniger als 600 m2 beträgt, kann diese als Raum zum Einstellen von Motorfahrzeugen beurteilt werden (Brandschutzrichtlinie 15-15 «Brandschutzabstände Tragwerke Brandabschnitte», Ziffer 3.7.12).

Neu auf Heureka

Ist Ihnen bewusst, dass Sie Heureka mitgestalten? Aufgrund Ihrer zahlreichen Fragen haben wir die Anforderungen an «Einstellräume und Parkings» in einer neuen Nutzung aufbereitet. Zudem finden Sie nun unter der Nutzung «Landwirtschaft» ausführliche Informationen zu den Anforderungen an die Gebäude.

Ab wann ist ein Gang ein horizontaler Fluchtweg?

Objekt: Bürogebäude, bis 11 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Ein Gang muss nicht zwingend die Anforderungen an einen horizontalen Fluchtweg erfüllen – auch nicht, wenn Personen im Ereignisfall darüber flüchten. Massgebend ist, wo der Gang liegt. Wenn er innerhalb der Nutzungseinheit liegt, wird er dieser zugeordnet und kann ohne Anforderung an einen horizontalen Fluchtweg ausgebildet werden. Es gelten dieselben Anforderungen an den Gang wie an die Nutzungseinheit.

In welche Nutzung gemäss Brandschutzrichtlinien wird ein Museum eingeteilt? Es sind weder ein Restaurant noch Räume mit grosser Personenbelegung oder Büros vorhanden.

Objekt: Museum, 11 m bis 30 m hoch

In welche Nutzung Ihr Museum nach den Brandschutzvorschriften eingeteilt wird, hängt von der Personenbelegung ab:

Im horizontalen Fluchtweg ist eine Treppe mit 8 Stufen geplant. Der horizontale Fluchtweg ist bis zum Treppenhaus (vertikaler Fluchtweg) 35 m lang und liegt innerhalb einer Nutzungseinheit. In den Richtlinien steht, dass keine Anforderungen an den horizontalen Fluchtweg gestellt werden. Ist das richtig?

Objekt: Schulhaus, 11 m bis 30 m hoch, ausserhalb des Kantons Bern

Brandschutztechnisch gibt es innerhalb einer Nutzungseinheit per definitionem keinen horizontalen Fluchtweg.

In der Brandschutzrichtlinie 21-15, Artikel 3.1, müssen bei einem «Parking, über Terrain, nicht allseitig geschlossen» ins Freie führende Öffnungen (z.B. Tore, Fenster, Türen) vorhanden sein. Gehe ich richtig in der Annahme, dass diese Elemente im Normalgebrauch geschlossen sein dürfen und lediglich sichergestellt werden muss, dass sie im Brandfall geöffnet werden können?

Ihre Annahme ist korrekt. Es reicht aus, wenn Fenster, Türen oder Tore im Brandfall geöffnet werden können.

Müssen Wandhydranten bzw. Wandlöschposten in Gewerbegebäuden und Schulen einer regelmässigen Wartung unterzogen werden? Und können sie einfach ausser Betrieb gesetzt werden?

Das Wartungsintervall von Löschgeräten richtet sich grundsätzlich nach den Herstellerangaben.

Neuerscheinung in der Lignum-Dokumentation Brandschutz: 4.2 «Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand»

In der Lignum-Dokumentation Brandschutz ist ab sofort ein neuer Teil lieferbar, der Anschlusssituationen für den Holzbau auf der Grundlage der Brandschutzvorschriften VKF 2015 klärt. Die Publikation dient als Planungshilfe für den Zusammenschluss von Decken und Wänden und ist von der VKF als Stand-der-Technik-Papier (STP) anerkannt. Sie leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung im Holzbau.

Reicht es, wenn in einem Hotel der horizontale Fluchtweg von den einzelnen Zimmern bis zum Treppenhaus (vertikaler Fluchtweg) mit einem Feuerwiderstand von EI 30 abgetrennt ist, oder müsste der Feuerwiderstand höher sein?

Objekt: Hotel, 11 m bis 30 m hoch, im Kanton Bern

Wir gehen davon aus, dass mit dem «Fluchtweg» der Korridor zwischen den Zimmern und dem Treppenhaus gemeint ist. In diesem Fall handelt es sich um den horizontalen Fluchtweg. Gemäss der Brandschutzrichtlinie 15-15 «Brandschutzabstände Tragwerke und Brandabschnitte», Ziffer 3.7.1, Tabelle 2, reicht ein Feuerwiderstand von EI 30 aus.