Was sind die brandschutztechnischen Eigenschaften?

Bei den Anforderungen an Bauteile und Baustoffe ist oft von «brandschutztechnischen Eigenschaften» die Rede. Dabei gilt es als erstes zu unterscheiden, ob es sich um einen Baustoff (Beton, Holz, Metall etc.) oder um ein Bauteil (Wand, Türe, Decke, Tragwerk etc.) handelt. Was sind die brandschutztechnischen Eigenschaften? weiterlesen

Kann bei der Anforderung Kategorie RF2 auch Buchenholz gedämpft verwendet werden?

Buchenholz fällt in die Brandverhaltensgruppe RF3. Die Dämpfung verändert das Brandverhalten nur unwesentlich. Damit darf es nicht eingesetzt werden, wenn Kategorie RF2 gefordert ist. Ausnahmen sind Bodenbeläge, welche anders klassifiziert werden. Kann bei der Anforderung Kategorie RF2 auch Buchenholz gedämpft verwendet werden? weiterlesen

Betreuung und Beherbergung: In welche Kategorie gehört Ihr Betrieb? Wer ist für den Brandschutz zuständig?

Gebäude, in denen dauernd oder vorübergehend Personen übernachten, gelten als Beherbergungsbetriebe. Je nach Art der Betreuung und der Anzahl Schlafplätze bzw. Personen werden drei Kategorien [a], [b] und [c] unterschieden. Hier finden Sie die Kriterien für die Einteilung der Betriebe im Kanton Bern.

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Müssen Bauteile aus den 1970-er Jahren, die im Betrieb akzeptiert wurden, bei einer «Pinselsanierung» ersetzt werden?

Frage: Bei einem Altersheim mit 3 Wohngeschossen in Massivbauweise aus den 1970-er Jahren wird ein Neubau geplant, der im Erd- und Untergeschoss mit zwei Bestandsbauten verbunden ist. Die Bestandesbauten sollen mit einer «Pinselsanierung» erneuert werden. Sind bestehende Bauteile wie Zimmertüren (F30), die bei der Erstellung eingebaut wurden und im Betrieb akzeptiert sind, bei einer Pinselsanierung ebenfalls zu modifizieren resp. zu ersetzen? Oder kann von einer Bestandsgarantie ausgegangen werden, da weder Nutzung noch Raumteilung angepasst werden?

Ihre Frage ist objektbezogen. Wir empfehlen Ihnen, die Situation mit der zuständigen Behörde zu klären. Im Kanton Bern ist dies die Fachstelle Brandschutz der Gebäudeversicherung Bern (GVB) oder die Gemeinde. Wer für welche Projekte zuständig ist, finden Sie hier.

Wir können Ihnen hier eine allgemeine Antwort geben, wie solche Fälle im Kanton Bern grundsätzlich gehandhabt werden:

Bestehende Gebäude müssen verhältnismässig den Feuerschutzbestimmungen angepasst werden, wenn die Schadensgefahr, insbesondere die Gefährdung von Personen, erheblich ist. Gestützt auf die schweizerischen Brandschutzbestimmungen gibt es die Bestandesgarantie nicht. Diese wird lediglich bei den baupolizeilichen Anforderungen toleriert.

Intakte, dicht schliessende „altrechtliche“ Brandschutztüren (z.B. ungeprüfte Türen „T30“ mit Eichenrahmen und 40mm Vollspanplatte) werden in der Regel akzeptiert. Entscheidend ist jedoch, dass die Konstruktion nicht durch Abnützung oder nachträgliche Eingriffe (z.B. Einbau eines Lüftungsgitters) in ihrer Funktion eingeschränkt ist, bzw. dem Schutzziel nicht mehr gerecht werden kann. In diesem Fall wären verhältnismässige Verbesserungsmassnahmen in Absprache mit der zuständigen Behörde angezeigt.

Bitte beachten Sie auch, dass die zu treffenden Massnahmen immer auch in der Gesamtheit betrachtet werden müssen. Das heisst, die Summe aller Massnahmen ist auf das Gebäude abgestimmt und führt zum Schutzziel (konzeptionelle Brandschutzlösung).

Neues Brandschutzmerkblatt: Einbezug der Feuerwehr im Baubewilligungsverfahren

Insbesondere in grossen und komplexen Gebäuden mit intensivem Personenverkehr oder grosser Personenansammlung ist es unerlässlich, dass Feuerwehr und Rettungsdienste im Ernstfall rasch helfen können. Dazu müssen die Feuerwehren frühzeitig in das Baubewilligungsverfahren miteinbezogen werden. Neues Brandschutzmerkblatt: Einbezug der Feuerwehr im Baubewilligungsverfahren weiterlesen

Neu auf Heureka – die Änderungen Teilrevision 2017 im Überblick

Mit dem neuen Bauproduktegesetz, dessen Übergangsfrist Mitte 2015 auslief, könnten brennbare Wärmedämmstoffe, z. B. Polystyrol, nach den BSV 2015 kaum mehr angewendet werden. Dies machte die Teilrevision 2017 der Brandschutzvorschriften BSV 2015 nötig.

Neu werden die Baustoffe der Klasse E in die Brandverhaltensgruppe der Kategorie RF3 (cr) anstatt wie bisher in die Kategorie RF4 eingeteilt. Damit ändern sich auch die Grundsätze zur Verwendung dieser Baustoffe. Mit der Teilrevision wurden die BSV 2015 zudem aufgrund häufiger Fragen ergänzt und präzisiert.

Die Hausexperten im Bereich Brandschutz der GVB haben die Änderungen auf der Infoplattform für Brandschutz «Heureka» im Fachthema «Teilrevision 2017 – Änderungen im Überblick» für Sie zusammengestellt.

Falls Sie sich nicht mit allen Änderungen auseinandersetzen möchten, sondern nur für Ihre Projekte à jour sein wollen, schlagen Sie die Brandschutzanforderungen für Ihr Projekt einfach auf «Heureka» unter Ihrer Nutzung nach. Alle Inhalte sind im Hinblick auf die Teilrevision 2017 aktualisiert und neue Begriffe, z. B. «Dachkonstruktion», «Bedachung» oder «Raum» und «Galerie» im Glossar aufgenommen.

 

Darf man in eine Türe (keine Brandschutztüre), die in eine Einstellhalle mit 25 Abstellplätzen führt, ein Lüftungsgitter einbauen?

Wenn keine Brandschutztüre erforderlich ist, gibt es aus brandschutztechnischer Sicht keine Einschränkungen für den Einsatz von Lüftungsanlagen. Das heisst, Sie dürfen ein Lüftungsgitter in die Türe einbauen. Darf man in eine Türe (keine Brandschutztüre), die in eine Einstellhalle mit 25 Abstellplätzen führt, ein Lüftungsgitter einbauen? weiterlesen

Dürfen in einem Kellerraum eines Mehrfamilienhauses Autopneus gelagert werden?

Innerhalb eines Brandabschnitts bestehen in Wohnhäusern für Lagermengen bis zu 1 t auf einer Fläche von bis zu 10 m2 keine spezifischen Anforderungen (siehe dazu Brandschutzrichtlinie 26-15 «Gefährliche Stoffe», Ziffer 8.1). Dürfen in einem Kellerraum eines Mehrfamilienhauses Autopneus gelagert werden? weiterlesen

Dürfen in Einstellhallen für Motorfahrzeuge auch brennbare Gegenstände und brennbares Material (Holz, Papier, Karton, Chemikalien, Benzin etc.) gelagert werden?

Die Lagerung brennbarer Materialien in kleinen Einstellhallen (< 600 m2) ist nicht grundsätzlich verboten. Nicht zulässig sind leichtbrennbare Flüssigkeiten und Gase. Dürfen in Einstellhallen für Motorfahrzeuge auch brennbare Gegenstände und brennbares Material (Holz, Papier, Karton, Chemikalien, Benzin etc.) gelagert werden? weiterlesen